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Ausblick von der Scheffelterrasse © eyetronic

Alt-Heidelberg, du feine,
Du Stadt an Ehren reich,
Am Neckar und am Rheine
Kein' andre kommt dir gleich.

— Joseph Victor von Scheffel, 1826–1886

Sehenswürdigkeiten

Heidelberger Schloss

© Philipp SpeckDie imposante Schlossruine ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und gehört neben der Alten Brücke und dem Neckar zu den Wahrzeichen von Heidelberg. Das Schloss wurde im 13. Jahrhundert als Wehrburg aus dem roten Sandstein des Neckartals erbaut und diente später, bis zur Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689), als Residenz der Kurfürsten. Über die Jahrhunderte wurde es von den Kurfürsten mehrfach baulich verändert und zeigt heute Stilelemente aus drei Epochen. Von der Altstadt erreicht man das Schloss am besten zu Fuß oder mit der Bergbahn.

Altstadt

© Gerhard FriedrichDie Hauptstraße führt vom Bismarckplatz bis zum Karlstor mitten durch die Altstadt. Mit einer Länge von 1,6 km gehört sie zu den längsten Fußgängerzonen Deutschlands. Die barocken Bauten wurden nach der Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg auf den alten Fundamenten errichtet und haben seitdem Bestand. Heidelberg blieb von der Verwüstung beider Weltkriege weitgehend verschont.

Alte Brücke

© Olga SpeckDie Alte Brücke ist knapp 230 Jahre alt und nach ihrem Erbauer, dem Kurfürsten Karl Theodor, benannt. Einst galt sie als wichtiger Handelsweg und einzige Verbindung zwischen Frankfurt und Basel. Zusammen mit dem Schloss und dem Neckar gehört sie zu den Wahrzeichen der Stadt. Von der Alten Brücke gelangt man durch die Steingasse zum Marktplatz und der Heiliggeistkirche.

Haus zum Ritter

© Philipp SpeckDas Haus zum Ritter St. Georg mit der prachtvoll verzierten Fassade ist eines der ältesten Bauten Heidelbergs. Es wurde 1592 von den Tuchhändlern Belier im Renaissance-Stil erbaut und überlebte als einziges Gebäude der Stadt alle Kriege und Stadtbrände. Nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg diente es zeitweilig als Rathaus. Seit Ende des Dreißigjährigen Krieges wird es als Gaststätte betrieben.

Heiliggeistkirche

Philipp SpeckAm Marktplatz, im Zentrum der Altstadt, befindet sich die Heiliggeistkirche. Sie wurde ursprünglich als Grabmal der Kurfürsten errichtet und beherbergte die Bibliotheca Palatina, eine wertvolle Sammlung mittelalterlicher Schriften, die 1623 als Kriegsbeute im Dreißigjährigen Krieg in den Vatikan verschleppt wurde. Die Kirche gilt als Zeuge gotischer und barocker Baukunst zugleich, da sich in ihr Elemente aus beiden Epochen vereinen.

Philosophenweg

© Olga SpeckAn sonnigen Tagen genießt man vom Philosophenweg einen herrlichen Ausblick auf den Neckar, die Altstadt und das darüberliegende Schloss. Der Philosophenweg verläuft ca. 1,5 km parallel zum Neckar am Fuße vom Heiligenberg direkt durch die früheren Weinberge.
Das Philosophengärtchen ist Ruheort und Oase zugleich. Bedingt durch das milde Klima wachsen hier exotische Pflanzen und Bäume wie Mandelbäume und Orangen. Sogar berühmte Philosophen und Dichter haben sich von diesem magischen Ort inspirieren lassen.

Heidelberger Universität

Die Heidelberger Universität mit ihren 12 Fakultäten wurde von Ruprecht I. 1386 gegründet und ist die älteste Universität Deutschlands. Von den aktuell 148.000 Einwohnern sind ca. 30.000 Studenten. Früher hatte die Universität ihre eigene Gerichtsbarkeit. Bis 1914 mussten Studenten, die gegen diese Ordnung verstießen, ihre Haftstrafen im Karzer absitzen. Der Studentenkarzer ist eine der Hauptattraktionen für Touristen, da sich die „Sträflinge“ mit Sprüchen und Malereien an den Wänden verewigten. Sehenswert ist außerdem die im Neorenaissance-Stil gestaltete Holzverkleidung der Alten Aula, dem Repräsentationssaal der Universität.